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26 März 2019

Überfraktionelle Forderung der Bürger

Überfraktionell entworfener Brief an alle bayerischen Mandatsträger.

SuedOstLink – zweifelhafte Informationspolitik und Vorgehensweise seitens TenneT

Sehr geehrte Damen und Herren,
im bisherigen Planungsverfahren hat sich der Markt Essenbach stets konstruktiv verhalten. Die am 12.12.2018 beschlossene Gesetzgebung widerspricht jedoch allen, durch TenneT uns vorgestellten Informationen bzw. Planungsständen.
Um eine Eskalation in der Region Landshut zu vermeiden, fordern wir folgendes:


Klare und allumfassende Informationen seitens der Bundesnetzagentur und der Bundesregierung, welche weitergehenden Netzplanungen unsere Region noch treffen werden. 

Ein klares Bekenntnis zu einem sehr wohl realisierbarem Konverterstandort Nr. 2 am bisherigen Standort KKI unter Berücksichtigung der Anliegen der Gemeinden Essenbach und Niederaichbach. 

Verzicht auf die Leerrohre für zusätzliche 2 GW, da unsere Region sonst zum zentralen Stromumschlagsplatz für den europäischen Stromtransfermarkt mutieren wird.
Auch künftig Gewährleistung einer Entwicklung von Wohn-, Geschäfts- und Industrie- gebieten, die durch die aktuelle Netzentwicklung in unserer Region Landshut wohl nicht mehr möglich sein dürfte. 

Verzicht auf einen „Projektmanager“, durch den hoheitliche Aufgaben und Befugnisse in unakzeptabler Weise auf Private übertragen werden.

Bereits 2015 wurde SuedOstLink vom Bundesgesetzgeber im Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) festgeschrieben.

Seither laufen seitens der TenneT TSO GmbH, Bayreuth, einer Tochtergesellschaft der TenneT Holding B. V. mit Sitz in Arnheim, NL, deren Eigentümerin das Königreich Niederlande ist und dessen Beteiligung das Finanzministerium der Niederlande hält, die Planungen für die Strecke ab der Landesgrenze Bayern bis zum Endpunkt Isar. 



Zu Beginn der Planungen sollten in einer 2 GW-Leitung Hochspannungsgleichstrom, Spannungsebene 320 KV übertragen werden (525 KV sei noch in der Erprobung). 
Als Endpunkte wurden seinerzeit fünf mögliche Konverterstandorte genannt, die der Bundesnetzagentur zur Entscheidung vorgelegt werden sollten. 



Schon in der Sitzung vom 16.12.2016 hat der Marktgemeinderat des Marktes Essenbach den Standort Nr. 2 (am Gelände des KKI) als alleinig möglichen gefordert, da die von TenneT selbst in der Sitzung am 22.11.2016 vorgebrachten „Widerstandskriterien“ allesamt für Nr. 2 sprachen. 
Noch am 04.06.2018 informierte TenneT über den aktuellen Planungsstand und versicherte: „Der Standort am KKI ist Favorit“ und „Die Flächensicherung soll noch 2018 erfolgen“.

Doch dann folgte der Netzgipfel vom 20.09.2018 in dem erstmals weitere Leerrohre angesprochen wurden und die Einführung eines „Projektmanagers“ sowie das „Engagement der Länder“ eingefordert wurde.



Am 30.10.2018 folgte der Referentenentwurf mit folgenden Zielsetzungen und Regelungen: 
Seite 18: Grenzüberschreitender Stromhandel wird ansteigen. Deutschland ist zentrales Strom-Transitland in Europa.
Seite 35: Übertragung des Enteignungs- und Entschädigungsverfahrens auf den Projektmanager.
Frage: Wird damit eine staatliche Hoheitsaufgabe privatisiert!?
Seite 55: Da der grenzüberschreitende Stromhandel die Netze belastet, müssen bei Vorhaben 5 (SuedOstLink) Lehrrohre für 2 GW vorgesehen werden.


Am 30.10.2018 wurde die Länder- und Verbandsanhörung eingeleitet und zum Ende des Verfahrens am 15.11.2018 lagen 20 Stellungnahmen vor.
 Der Freistaat Bayern hat keine Stellungnahme abgegeben.


Mit dem Gesetz vom 12.12.2018, das auch für bereits laufende Verfahren gilt, wird in gel- tende Gesetze und Verordnungen eingegriffen. Zudem erfolgt für den SuedOstLink die gesetzliche Festschreibung des Bedarfs für Lehrrohre mit zusätzlich 2 GW Gleichstrom befördern zu können.
Um „die Bevölkerung nicht unnötig zu beunruhigen“ wird ein fallbezogener Verzicht auf die sonst erforderliche Bundesfachplanung ermöglicht.
 Gleichzeitig wird für den Fall einer Klage die erst- und letztinstanzliche Zuständigkeit beim Bundesverwaltungsgericht angesiedelt.


Der Bundesrat sieht in seiner Stellungnahme den Gesetzesentwurf offensichtlich im Widerspruch zu Artikel 83 – 85 des Grundgesetztes und moniert:
 „Die geplanten Rechtsänderungen betreffen die Länder in besonderer Weise in ihrer Verwaltungskompetenz und bedürfen daher der Zustimmung durch den Bundesrat.“


Bezogen auf die Suche von potenziellen Konverterstandorten ist in Abschnitt D des Antrags nach § 6 NABEG vom 26.04.2017 unter Nr. 2.4.2.2 Platzbedarf folgendes zu finden: „Die umzäunte Fläche des Konverterstandorts beträgt nach derzeitiger Planung ca. 7 ha für den Fall, dass der Konverter in ein bestehendes Umspannwerk integriert werden kann.“
„Wenn ein separater Konverterstandort gewählt wird, beläuft sich der Flächenbedarf auf ca. 8,75 ha aufgrund der notwendigen Drehstromschaltanlage.“
„Das Layout der Konverterstation und die Gebäudeabmessungen ergeben sich aus den Standortbedingungen.“

Die jetzige Vorgehensweise von TenneT erweckt den Eindruck, dass die Verantwortlichen hier nicht die im Antrag angedeutete Anordnungsflexibilität berücksichtigen, sondern viel- mehr die größtmöglichen Standorte priorisiert, um dann gegebenenfalls die kostengüns-tigste Konverterstation bauen zu können.


Wir bitten Sie daher unsere Gemeinde Essenbach, die Gemeinde Niederaichbach und letztendlich unsere gesamte Region auf politischem Wege zu unterstützen!
Im Namen der Fraktionsführer des Gemeinderates des Marktes Essenbach, einer überparteilichen Arbeitsgruppe, der auch Gemeindebürger angehören und nicht zuletzt auch unserer Region Landshut wende ich mich an Sie, unsere gewählten Vertreter auf Bundes- und Landesebene, quer durch alle Parteien.
Positionieren Sie sich mit uns für ein offenes, transparentes Verfahren im Rahmen der Trassenfindung und der Konverterstandortbestimmung im Rahmen des Projektes SuedOstLink; notfalls mit allen notwendig erscheinenden Mitteln.


Mit dem „Gesetz zur Beschleunigung des Energieleitungsausbaus“ wird unserer Ansicht nach in Grundrechte sowie in Länderverfassungen eingegriffen und am Ende auch der Föderalismus zum Zwecke einer „zentralen energetischen Planwirtschaft“ ausgehöhlt.
Wir erwarten Sie für ein sehr kurzfristiges Vor-Ort-Treffen am bisher favorisierten Standort Nr. 2 (Gelände ehemaliges KKI) zum weiteren Informationsaustausch.


Schon im Voraus vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Neubauer (Erster Bürgermeister)

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Zwischenstand 21.3.: Durch den direkten Kontakt von Herrn BGM Neubauer mit MDB Oßner konnte ein Treffen mit Herrn Altmaier (Bundeswirtschaftsminister) herbeigeführt werden. Dabei wurden die Forderungen geäußert: 15-20 Meter Trassenbreite, Favorisierung des Konverterstandortes 2 und ein Besuch vor Ort in Essenbach, welcher von Herrn Altmaier zugesichert wurde. Außerdem sollen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens (2019/20) die Kommunen noch Änderungen bewirken können.

Zwischenstand 19.4.: Nach Rückmeldung mehrerer Politiker sind aktuell folgende Termine vereinbart, bzw. haben stattgefunden: Helmut Radlmeier (11.4.), Nicole Bauer (15.4.), Ruth Müller (24.4.), Rosi Steinberger (29.4.), Alexander Putz (7.5.), Hubert Aiwanger und Peter Dreier (9.5.)

 

Da gilt es also zu handeln.

21 März 2019

Aiwanger zu Gast beim Bürgerforum

Aiwanger Bürgerforum klein

Bayerischer Wirtschaftsminister in Mirskofen

Der Zeitpunkt für das Bürgerforum der Freien Wähler, bei dem der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger Einblick in die Beteiligung der Regierungsarbeit gab, hätte passender nicht sein können. Zu einem großen Aufreger-Thema in der Region gab es am Donnerstag mehr Details: für den Süd-Ost-Link für gibt es nun einen favorisierten Korridor. Aiwanger äußerte weiterhin Skepsis zur Notwendigkeit der Trasse, ging aber auch auf zahlreiche andere Themen ein.

"Ich bin von der Notwendigkeit nicht überzeugt", erklärte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zur geplanten Stromtrasse vor zahlreichen Zuhörern im Gasthaus Luginger in Mirskofen. Zum Bürgerforum, zu dem die Freien Wähler Essenbach regelmäßig einladen, waren diesmal nicht nur hiesige Bürger, sondern auch Freie Wähler-Ortsgruppen aus anderen Landkreisgemeinden, aber auch Essenbacher Gemeinderäte anderer Parteien gekommen. Sie waren gespannt, was Aiwanger über die Arbeit der Freien Wähler zu berichten hat, die erstmals mit in der Regierungsverantwortung stehen. (LZ - Stefanie Wieser)

Aiwanger referierte ausserdem in freier Rede über viele Themen aus der aktuellen Landespolitik wie Flächenfraß, Mobilfunkausbau, Digitalisierung, Industrie und Handwerk sowie die aktuelle Bürokratie.

Nach Beantwortung vieler Fragen aus dem Publikum und vielen Einzelgesprächen im Anschluss an die Veranstaltung dankten Hubert Aiwanger die Freien Wähler des Marktes Essenbach in Person von Fritz Wenzl, Gudrun und Hans Schraml mit dem Überreichen von regionalen Spezialitäten und beschlossen somit den interessanten und erfolgreichen Abend.

 

14 März 2019

Weiterführung B15neu ab Autobahnkreuz Landshut

b15

Der erste Bauabschnitt der "Ost-Umfahrung Landshut"

In der letzten Marktgemeinderatssitzung wurde durch Herrn Lindner und Herrn Rimböck vom staatlichen Bauamt Landshut die aktuelle Planung für die Weiterführung der B15neu ab dem Autobahnkreuz Landshut vorgestellt.

Für diesen 1. Bauabschnitt von Ohu bis Dirnau mit seinen Tunnel- und Brücken-Bauwerken wird voraussichtlich noch im Sommer 2019 der Planentwurf eingereicht.

Damit die Bevölkerung sich ein Bild der Maßnahme machen kann, wurde auf der Seite www.ou-landshut.de eine Informationssammlung der Projekte rund um die Ost-Umfahrung Landshut eingestellt.

Bei der Auslegung des Planentwurfes können von der Bevölkerung noch Einwände bzw. Vorschläge gemacht werden.

Beim Anklicken des oberen Bildes finden Sie den Link zu einer 3D Visualisierung eines "Überfluges" von Nord nach Süd. Machen Sie sich ein Bild!

10 März 2019

Freude und Spaß an der Musik

 Sinfonietta Förderverein Gründung

Gründung des "Fördervereins Sinfonietta"

Mehr als zehn Jahre gibt es das große Kulturprojekt der Marktgemeinde nun schon - die "Sinfonietta Essenbach". Nun wurde die Gründung eines Fördervereins mit dem Namen "Freunde der Sinfonietta Essenbach" initiiert, und bereits beim ersten Treffen kamen zahlreiche Interessierte aus Politik, Wirtschaft und der Marktgemeinde.

Im Vorfeld hatte man sich im kleinen Kreis getroffen und die Eckpunkte der Satzung festgelegt, die bei der Versammlung auch beschlossen wurde. Bürgermeister Dieter Neubauer und Altbürgermeister Fritz Wittmann waren stolz, dass sich trotz dichter Terminkalender aus der Wirtschaft Berndt Fritsche (Mipa) und Willibald Löw (BMW) die Zeit genommen hatten, an der Gründungsversammlung teilzunehmen ebenso wie CSU-MdL Helmut Radlmeier, dem dieses Projekt ebenso am Herzen liegt. Auch Landrat a.D. und Ehrenbürger Josef Neumeier unterstützt die Vereinsgründung. Denn der Verein soll in Zukunft die Entwicklung und Förderung des kulturellen Lebens verwirklichen. Auf der Durchreise befand sich Dirigent Professor Ulf Klausenitzer und machte in Essenbach einen Stopp. Er machte aus seiner Freude über den Förderverein keinen Hehl. "Es erfüllt mich mit einem großen Glücksgefühl, dass so viele hier sind. Die Schaffung gleichwertiger Verhältnisse in Stadt und Land ist eines der großen Ziele des bayerischen Landesentwicklungsplans. Mit dieser Veranstaltung planen wir Zukunft." Der Dirigent wies auf die nächsten Konzerte hin, das einmalige Konzept "Klarieté" am 4. Mai und die Sinfonietta am 18. Oktober. Unter der Versammlungsleitung von Bürgermeister Dieter Neubauer wurden alle gewählt: Altbürgermeister Fritz Wittmann als Vorsitzender, dritter Bürgermeister Fritz Wenzl als zweiter Vorsitzender, Stefan Helm als Schatzmeister, Constanze Helm als Schriftführerin, Eva-Maria Laske und Gudrun Schraml als Beisitzer, Birgit Adolf und Dieter Neubauer als "geborene" Beisitzer sowie Dr. Hans Schraml und Hans Dumps als Rechnungsprüfer.

Als Jahresgebühren wurden 36 Euro für Einzelpersonen beschlossen und 60 Euro für Familien. Wer sich den Freunden der Sinfonietta Essenbach anschließen möchte, kann sich an Stefan Helm unter der Telefonnummer 08703-4658761 oder via Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

Bericht: Gudrun Schraml

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