SüdOstLink Demo in Essenbach

Gemeinsam gegen den Ausbau der SüdOstLink Leitung
Initiiert von Bürgern der Gruppierungen SPD und Freien Wähler in Einladung an alle politischen Gruppen der Marktgemeinde wurde in Windeseile eine erfolgreiche Demonstration organisiert.
Nach dem Gespräch von Staatsminister Aiwanger, Peter Dreier, den Gemeinderäten von Niederaichbach und Essenbach sowie den Vertretern von TENNET am vorhergehenden Freitag wurde klar, dass die bundespolitische Beschlußlage durch das NABEG 2.0 eine Verlegung von 2GW+Leerrohren für eine in Summe 4GW Leitung nach ISAR sorgen wird. Zur Folge ist dann die notwendige Fläche von ca. 12 - 15 ha für die zwei Konverter plus zwei 380KV Leitungen vom Konverter zu ISAR und von dort nach Altheim. Belastungen, die so nie kommuniziert wurden und völlig entgegen der Vorschläge der Kommunen sowie des Landkreises laufen.
Das Fass zum Überlaufen brachte auch das ursprüngliche "Ummünzen" des "Altmaier-Besuches" von einer Fachdiskussion mit dem oben genannten Gremium in eine Wahlveranstaltung der CSU. Die Veranstaltung wurde zwar nachträglich dann so hingestellt, dass natürlich alle Bürger und Verantwortlichen eingeladen sind, die Enttäuschung der seit einem Jahr engagierten Personen war jedoch nicht beschreibbar.
Dass die Faktenlage wohl so ist, dass der Bundestag mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD das Netzausbaubeschleunigungsgesetz beschlossen hat, sowie auch die "Ertüchtigung" mit weiteren Leerrohren, wurde eher unter den Teppich gekehrt.
Man wollte auf der Veranstaltung der CSU unter allen Umständen dem Bayerischen Wirtschaftsminister die Schuld zuschieben, dass mit der Verhinderung der Starkstromleitung in Franken (P44) die Ursache für die Leerrohre entstanden wäre.
FALSCH:
Nach Aussage von Tennet ist die Beschlußlage so, dass auch wenn die P44 bleiben würde, die Leerrohre verbaut werden, und damit die 4GW kommen werden, mit allen daraus abgeleiteten Nachteilen für die Region. Diese Beschlüsse wurden ganz klar im Bundestag und im Bundesrat (unter Beteiligung der CSU) gemacht.
Interessant ist auch, dass die Demonstration von Leuten vereinnahmt wurde, die sich im Vorfeld nur als "Bremser" verhalten hatten und sich sogar mit persönlichen Diffamierungen von Organisatoren auszeichneten.
Von dieser Stelle auf jeden Fall einen großen Dank an alle, die für die Ideen, die örtliche Organisation und den friedlichen Verlauf gesorgt haben. Hut ab, und das in der kurzen Zeit. Wenn Bürger motiviert werden, dann wird so Manches zustande gebracht.






