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    SüdOstLink-Resolution der Marktgemeinde

    Resolution des Marktgemeinderats des Marktes Essenbach zum „SuedOstLink“

    Die Notwendigkeit des Projektes SüdOstLink ist in der breiten Öffentlichkeit umstritten und
    wird von einem Großteil direkt betroffener Bürger abgelehnt. Die zum Anschluss an den
    Netzverknüpfungspunkt KKI erforderlichen, infrastrukturellen Hochbaumaßnahmen, führen
    zu einer außerordentlichen Belastung der Marktgemeinde Essenbach. Wegen der bereits
    gesetzlichen Verankerung räumt der Markt Essenbach einer grundsätzlichen Verhinderung
    der Gleichstromtrasse bis zum KKI wenig Chancen ein und konzentriert sich daher auf die
    Rückführung der Auslegungsparameter auf die Ursprungsplanung, mit 2 GW, ohne
    Leerrohre und alle erforderlichen Hochbaumaßnahmen innerhalb der Umschließung des
    heutigen KKI.

    Die Region leistet bereits seit Jahrzehnten ihren Beitrag zur öffentlichen Energieversorgung
    und ist bereit dies auch weiterhin zu tun, jedoch ohne weitere Belastungen für unsere
    zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten und unsere Bürger.

    Auf Basis der beschlossenen Übertragungsspannung von 525 kV benötigt die Trasse nur
    noch 2 Kabel (Leitungssysteme). Dafür ist das Pflugverlegeverfahren bestens geeignet.
    Basierend darauf ist die Bürgermeistertrasse nochmal zu prüfen, da sie aus Sicht der
    Umweltverträglichkeit sowie der minimalen Beeinträchtigung landwirtschaftlicher Flächen, die
    besten Voraussetzungen bietet.

    Die Hochbaumaßnahmen für Stromumrichtung (Konverter) und Stromableitung (Trafos etc.)
    sind, in Verbindung mit entsprechenden Minimalabmessungen, vorrangig auf dem Areal des
    KKI unterzubringen. Zusammen mit der Begrenzung des zu erneuernden Umspannwerks auf
    2 GW bietet das Areal des KKI ausreichend Platz, insbesondere unter Berücksichtigung der
    bevorstehenden Stilllegung des KKI 2. Die dafür erforderlichen Ecktermine sind
    entsprechend zu synchronisieren. Diese Zielerreichung erfordert, dass sie von
    übergeordneter politscher Stelle den Planungsverantwortlichen bei Bundesnetzagentur
    sowie Tennet per Beschluss vorgegeben werden.

    Um unsere Ziele durchsetzen zu können, wollen wir nichts unversucht lassen und fordern
    dazu Unterstützung auf allen relevanten politischen Ebenen für unser Anliegen der
    vorgenannten Zielkorrekturen. Wir wenden uns daher an den Bayerischen Staatsminister für
    Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger, MdL, als auch den
    Direktabgeordneten des Bundeswahlkreises Landshut-Kelheim, Florian Oßner, MdB, sowie
    an den Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz
    und nukleare Sicherheit, Florian Pronold, MdB, zeitnah dem Gemeinderat Rede und Antwort
    stehen.

    Sie sollen darlegen, welche Möglichkeiten und Chancen es für die Marktgemeinde
    Essenbach im politischen wie im planerischen Verfahren noch gibt, um ihre oben
    dargelegten Ziele zu erreichen. Außerdem sollen die genannten Mandatsträger darlegen, wie
    sie die genannte Zielerreichung der Marktgemeinde unterstützen können und werden.
    Mit Blick auf die voranschreitenden Planungen sowie die anstehenden politischen
    Entscheidungen werden die Mandatsträger eindringlich gebeten, sehr zeitnah, möglichst
    noch im Juli dieser Bitte nachzukommen

    Essenbach, 14.07.2020
    Der Marktgemeinderat des Marktes Essenbach
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    Eine Kopie der Resolution geht an die jeweiligen Mandatsträger unserer Region in Bundesund
    Landtag sowie an die ggf. zuständigen Ministerien/Minister
    mit der Bitte um Kenntnisnahme und Unterstützung dieser Resolution in den damit befassten
    Gremien und Resorts des Bundestags bzw. des Bundes sowie des Bayer. Landtags bzw.
    des Freistaats Bayern!